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Rentner lassen sich nicht aufs Kreuz legen

 

Bericht der Tauber-Zeitung Online 19.12.14:


Heinz Manz: Judo-Schwarzgurt mit 80 Jahren

Topfit im Alter: Fritz Manz (71 Jahre) und Heinz Manz (80 Jahre), beide aus Creglingen-Münster haben die Prüfung zum 1. Dan (Schwarzgurt) im Judo mit Erfolg bestanden. Heinz Manz - Gründer der bekannten Backofen-Firma in Münster - hatte 1954 zunächst in Stuttgart und 1962 bei dem neu gegründeten Judoverein des TSV Rothenburg mit dem Judo-Training begonnen. Später stieß dann Fritz Manz dazu. Die Kataprüfung fand in Eltmann bei Bamberg und die Technikprüfungen jetzt in Prien am Chiemsee statt.

 

Bericht der Fränkische Nachrichten 20.12.14:

Die Manz-Brüder (links und rechts) lassen sich von niemandem aufs Kreuz legen. Sie haben nun die Judoprüfung zum 1. Dan mit Erfolg bestanden.
Judo: Fritz und und Heinz Manz aus dem Creglinger Stadtteil Münster erwarben 1. Dan
Rentner lassen sich nicht aufs Kreuz legen

Münster. Wie kommt man mit 80 zur Dan-Prüfung? Fritz Manz, 71 Jahre, und Heinz Manz, 80 Jahre, beide aus Creglingen-Münster, haben die Prüfung zum 1. Dan im Judo nun mit Erfolg bestanden.

Heinz Manz interessierte sich aus Gründen der Selbstverteidigung in bereits seiner Jugendzeit für Judo. Nach dem Krieg gab es jedoch wenig Judovereine in Deutschland.
So begann Heinz Manz 1954 zunächst in Stuttgart und 1962 bei dem neu gegründeten Judoverein des TSV Rothenburg mit dem Judo-Training. Später stieß dann Fritz Manz dazu. Die Selbstverteidigung war bald Nebensache, man trainiert nicht ein ganzes Leben lang, um sich selbst verteidigen zu können.
Judo ist mehr, das erkennt man, wenn man sich mit den Gedanken des Judo- "Erfinders" Professor Kano aus Japan befasst. Das Judo-Training ist eine ständige Herausforderung an die körperliche und gedankliche Entwicklung ohne Begrenzung nach oben.
Aus beruflichen Gründen, die Geschäftsführung seiner Backofenfirma nahm ihn zu sehr in Anspruch, hat Heinz Manz das Judo-Training für 30 Jahre unterbrochen. An seinem 70. Geburtstag wurde er von früheren Judokameraden dazu animiert, mit seinen Enkeln ins Judotraining zu kommen. Nach fünf Jahren schaffte er die Prüfung für den braunen Gürtel. Die erlangte Fitness ermutigte ihn weiterzumachen und die Dan-Prüfung anzustreben.
Hierzu benötigt man einen Partner, mit dem man regelmäßig üben kann. Sein Bruder Fritz, der ebenfalls seit 30 Jahren kein Judo mehr machte, war sofort bereit, wieder anzufangen. Mit einem Durchschnittstraining von zweimal je 1,5 Stunden pro Woche und der Absolvierung mehrerer Lehrgänge wurden Ende 2013 die Kataprüfung und jetzt die restlichen Technikprüfungen mit Erfolg abgelegt werden. Die Kataprüfung fand im unterfränkischen Eltmann bei Bamberg und die Technikprüfungen im oberbayerischen Prien am Chiemsee statt. Beide wurden durch die Judo-Abteilung des TSV Rothenburg im Übrigen maßgeblich im Training unterstützt.
Auch die Enkel von Heinz Manz haben inzwischen einige Gürtelprüfungen abgelegt. Auch künftig will Heinz Manz mit seinen Enkeln zum Training gehen; und er selbst trainiert weiterhin regelmäßig in Rothenburg. Und wenn Ferien sind? Dann trainiert er mit seinem Bruder im eigens dafür eingerichteten Trainingsraum daheim.
© Fränkische Nachrichten, Samstag, 20.12.2014

 

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